Ausberger Alpaka
Ausberger Alpaka

Erfahrungsberichte mit Mensch, Hund und Alpaka

Alpakas wirken nicht nur auf Menschen positiv, sondern auch auf Hunde!

 

Carola, 28 Jahre alt leidet an starken Depressionen. Sie hat viele Probleme und die Lebensfreude verloren. Sie hörte von den Alpakas und vereinbarte einen Termin mit mir.
Beim Eintreffen auf unseren Hof standen die Alpaka auf der Weide. Carola ging langsam und ruhig auf die Herde zu. Sie fing an mit ihnen zu reden und versuchte Vertrauen aufzubauen. Dieses gelang ihr mit ihrer ruhigen Art sehr schnell. Denn schon kurz darauf kam die junge Stute Lenja auf sie zu und schnupperte an ihr. Carola freute sich sehr darüber und sagte: "Mein Lieblingsalpaka". Sie strahlte über ihr ganzes Gesicht! Schon nach der ersten Einzelarbeit war sie der Meinung, für kurze Zeit ihre Sorgen und Probleme vergessen zu haben und das ihr die Aufmerksamkeit von Lenja neue Kraft gegeben hat. Carola ist begeistert und sicher, dass ihr die Alpaka neue Lebensfreude bereiten!

 

 

Liane, 7 Jahre alt. Diagnose: ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom)

Sie lernte alle Alpakas kennen und bekam Horst als Alpakapate. Liane ist ein sehr selbständiges Kind und zeigte keine Scheu in den Alpakastall hineinzugehen.
Zusammen machten wir Horst das Halfter um und nahmen ihn an der Leine mit nach draußen. Da Alpakas Herdentiere sind, kam eine Stute dazu. Liane führte Horst selbständig an der Leine und wir gingen los.
Da Liane in manchen Situationen sehr hyperaktiv wirkt, merkte sie sehr schnell, dass Horst sich ihren Verhalten anpasste. Horst machte also nicht das, was sie wollte. (Sie wollte das Horst lieb und gleichmäßig an der Leine läuft). Ich erklärte ihr, dass sie sich ruhig verhalten soll und nicht so schreien darf. Da Horst sich sonst erschreckt und nicht weiß, was los ist. Denn nur, wenn man sich dem Tier gegenüber angemessen verhält, ist es ruhig und geduldig.

Am Anfang fiel ihr das ruhige Verhalten sehr schwer. Mit der Zeit merkte sie aber, dass sie mit angemessenem Verhalten mit Horst besser zurecht kommt. Außerdem vereinbarte ich mit ihr Zeichen, wie sie mit Horst umgehen muss.

Nach und nach lief es immer besser und Liane und Horst wurden ein Herz und eine Seele. Liane hat jetzt sogar Bilder von Horst in ihrem Kinderzimmer.

Ihre Mama berichtete, dass Liane durch die Einzelarbeit gelernt hat, auf andere Rücksicht zu nehmen und sie mehr erreicht, wenn sie ruhig bleibt und nicht mit schreien an ihr Ziel gelangt. Außerdem ist sie geduldiger und konzentrierter, denn wenn man ein Alpaka an der Leine hat, muss man sehr aufmerksam sein.

 

Marianne, 56 Jahre alt. Diagnose: Krebs
Marianne leidet schon länger unter einem Tumor. Sie ist ambulante Patientin und bekommt regelmäßig Chemotherapie. Es gibt Zeiten in den sie sich gut fühlt, aber dann gibt es auch Momente in denen sie nicht mehr kann und am liebsten aufgeben möchte. In dieser schweren Zeit spielen die Alpakas eine große Rolle in ihrem Leben. In der Gegenwart der Alpakas kann sie wieder Kraft tanken und Lebensfreude bekommen. Sie sagt:" Wenn ich bei den liebevollen Tieren bin merke ich, dass ich weiter kämpfen möchte und den Krebs besiegen will!!"

 

Paul, 7 Jahre alt.

Paul ist ein schüchterner und ängstlicher Junge. Er geht neuen Situationen aus dem Weg und fängt an zu weinen, wenn ihm etwas unbekannt ist. Paul hat kein Selbstbewusstsein und kaum Selbstwertgefühle. Zu dem Termin kam der Junge zusammen mit seiner Mama. Er klammerte sich an seiner Mama fest und je weiter er Richtung Stall kam, desto mehr weinte er. Darauf hin versuchte ich erstmal sein Vertrauen zu gewinnen und redete mit ihm. Nach kurzer Zeit konnte ich ihn an die Hand nehmen und mit ihm auf die Wiese gehen. Wir nahmen die Wietje und das kleine Fohlen an die Leine und liefen durch die Wiese um Hütchen herum. Er klammerte sich an mich fest und wollte die Leine nicht halten. Plötzlich fiel ein Hütchen um. Ich bat ihn, dass Hütchen wieder aufzustellen. Auf den Rückweg gingen erste Blicke Richtung Wietje. Er schaute der Stute nun tief in die Augen. Langsam brach das Eis und er nahm die Leine in die Hand. Wir führten das Alpaka zusammen. Paul lächelte und war stolz die Leine festhalten zu können. Er wird an der Alpakaarbeit teilnehmen, denn so bekommt er mehr Selbstbewusstsein und ein Selbstwertgefühl, das er in den Alltag dann übertragen kann. Laut seiner Mama ist es ein Wunder, dass er sich so schnell auf mich und die Alpakas eingelassen hat.

 

 

Ulf, 48 Jahre alt. Chef einer großen Firma. Ulf berichtete jeden Tag Stress zu haben und sich öfter aufregen zu müssen, wenn etwas schief läuft. Er besuchte die Alpakaherde nach einem stressigen Arbeitstag auf der Wiese. Schon nach kurzer Zeit merkte er, wie die Alpakas ihn entspannten. "Alleine diese Tiere zu beobachten und zu streicheln, lässt einen zur Ruhe kommen und der Blutdruck sinkt", erzählte Ulf begeistert.
Die ruhige, neugierige und liebe Art verändert Menschen. Es ist sehr beeindruckend, wie die Tiere es aufs Neue immer wieder schaffen.

 

Rosa (Hündin), 16 Jahre alt. Sie ist eine Terriermischung aus Spanien und bellte seit 2 Jahren nicht mehr. Außerdem leidet sie an Arthritis und vielen Allergien. Aus den Gründen wird sie im Kinderwagen geschoben, da sie kaum noch laufen kann.
Rosa kam mit ihrer Besitzerin zu den Alpakas. Wir ließen die Hündin im Stall rum laufen, sodass die Alpakas sie erstmal beobachten konnten. Die Alpakas und Rosa konnten sich so beschnüffeln und kennenlernen. Dann nahmen wir Horst und Arctos aus dem Stall und wollten spazieren gehen. Rosa fing an zu toben und wollte mit den Alpakas spielen. Sie wirkte plötzlich wie ein junger Hund. Hinzu kommt, dass Rosa wieder anfing zu bellen. Rosa konnte sogar die ganze Alpaka-Wanderung selber laufen. Der Kinderwagen war überflüssig!

 

 

Die Alpakas mit Rosa im Erstkontakt

 

 

 

 

Neugierige Beobachtungen!

Julia, 8 Jahre alt.

Als Django zu uns kam, wollte er nicht aus der Hand fressen. Ich gab Julia die Aufgabe Django aus der Hand fressen zu lassen. Da es Julia sehr schwer fällt ruhig zu bleiben, war es eine große Herausforderug für sie. Sie nahm das Futter in die Hand und ging langsam auf Django zu. Julia hatte den Ergeiz ihre Aufgabe erfolgreich schaffen zu wollen. Also verhielte sie sich ruhig, obwohl es ihr schwer fiel. Aber beim dritten Versuch kam Django auf sie zu und hat ihr aus der Hand gefressen. Julia sprang anschließend vor Freude in die Luft und nahm ein tolles Erfolgserlebnis mit nach Hause.

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© Teresa Bietendorf